In der diesjährigen Projektwoche der Studienrichtung Anlagen und Versorgungstechnik (AVT) waren viele interessante Anlaufpunkte die im Studium aufgenommenen theoretischen Lehrinhalte praktisch verfestigen und erweitern konnten. Ebenfalls dienten die Exkursionen einer eventuellen Berufsorientierung im ingenieurtechnischen Umfeld nach dem erfolgreichen Studienabschluss an der Hochschule Wismar am Bereich Seefahrt, Anlagentechnik und Logistik.
Gleich Montag begann die Projektwoche mit einer Exkursion in das im Jahr 2002 gegründeten Liebherr-Rostock GmbH Werksgeländes in dem Schiffs-, Hafenmobil- und Offshore Krane, sowie Komponenten für Containerkrane entwickelt und gefertigt werden. Hier wurden bei einem Werksrundgang die fertigungstechnischen und logistische Abläufe, die zum Entstehen der groß dimensionierten Geräte, die Traglasten von bis zu 5.000 Tonnen aufweisen, erläutert.
Im Anschluss besuchten die AVT-Studierenden und Begleitung den Nachbarn im Überseehafen Rostock, Power Oil Rostock GmbH, die ein 100%iges Tochterunternehmen der GETREIDE AG ist. In der Großanlage entstehen Hochwertige Öle für die Lebensmitteherstellung und umweltfreundliche Grundstoffe für Treib- und Schmierstoffe sowie Lecithin und Eiweißkomponenten für die Tierernährung als wertvolle Beiprodukte der Verarbeitung dienen. Bei der Führung konnte eine laufende Großanlage im Betrieb begutachtet werden und alle Fragen wurden von Betriebsingenieur sofort beantwortet.
Nach einem Tag Ruhepause kam ein weiterer Höhepunkt der Projektwoche, der Besuch im Hamburger Flughafen, genauer gesagt bei der RMH Hamburg GmbH, die den technischen Herzschlag im Flughafen mit all seinen Anlagen konzipiert, überwacht, instand und funktionsfähig hält. Dieses komplexe Gebilde wo alle technischen Systeme ineinandergreifen und aufeinander abgestimmt werden müssen ist ein eindrucksvolles Beispiel für einen ingenieurtechnischen Betätigungsrahmen.
Am letzten Exkursionstag standen zwei Besichtigungen von Lebensmittelanlagen auf dem Plan. Zum einen wurde Arla Foods in Upahl, dass das Kompetenzzentrum für Bio-Produkte und Quark ist, besucht und die Norddeutsche Kaffeewerke GmbH Standort Upahl – kurz NDKW – die eine der fortschrittlichsten Produktionsstätten für gefriergetrockneten Kaffee in Europa ist.
Abschließend ist zu sagen, dass die Projektwoche Studienrichtung AVT 2026, ein voller Erfolg sowohl für die Berufsorientierung der werdenden Absolventen sowie für die praktische Erlebbarkeit der Anlagentechnik war.
Die Projektwoche wurde durch die Studierenden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Achmed Omar organisiert und die Exkursionen wurden von Dipl.-Ing. Lars Rakowski begleitet.
Dipl.-Ing. Lars Rakowski
Studienrichtung Anlagentechnik und Versorgungstechnik
