Im Rahmen der der Studienrichtung Verkehrsbetrieb/Logistik am Bereich Seefahrt, Anlagentechnik und Logistik in Warnemünde erfolgte kürzlich eine mehrtägige Exkursion zum Jubiläumskongress der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft ÖVG nach Wien. Die Exkursion wurde gemeinsam von den Studierenden und dem verantwortlichen Professor Dr. Reise organisiert und durchgeführt.
Am Mittwoch traf sich am Nachmittag die Gruppe in Wien, die diesmal individuell unterschiedlich anreiste. Entweder mit dem Flugzeug oder mit dem Nachtzug, beides interessante Alternativen. Am Nachmittag fand in Räumen der TU Wien am Karlsplatz die Mitgliedervesammlung der Europöischen Plattform der Transportwissenschaften (EPTS Foundation e.V.) statt. In dieser ist der Bereich SAL Mitglied und wurde durch Prof. Reise vertreten. Auch die EPTS feiert dieses Jahr Geburtstag: mit einem kleinen feierlichen Programm wurde im Prechtl-Saal der TU Wien das 25-jährige Bestehen des Netzwerks gefeiert. Dies bot den Studierenden bereits eine herausragende Möglichkeit sich international zu vernetzten, zumal von unserer Erasmus-Partneruniversität Paris-Cergy eine Gruppe von Studierenden anwesend war.
Der Donnerstag stand ganztägig im Zeichen den 24. Europäischen Verkehrskongresses. Der hochrangig besuchte Kongress mit dem Titel „Resilient and Reliable Mobility Systems: Insights from Science and Practice“ bot ein inhaltlich vielfältiges Programm mit Beiträgen von Praktikern und Wissenschaftlern aus ganz Europa. In den Pausen gab es Gelegenheit zum Netzwerken. Nach Abschluss des Kongresses wurden die Teilnehmenden mit einer historischen Straßenbahn durch die Innenstadt von Wien zur Remise der Wiener Straßenbahn gebracht. Dort wurde in einem passenden Rahmen der 100. Geburtstag der ÖVG gefeiert.
Freitag war Exkursionstag. Es wurden verschiedene Exkursionen angeboten. Die Teilnehmenden aus Warnemünde entschieden sich einerseits für eine Schiffsfahrt mit der „MV Eisvogel“ durch die Wiener Häfen an der Donau. Die „Eisvogel“ ist ein kombiniertes Ausflugsschiff mit Eisbrecher- und Feuerlöschfunktion. Die einzelnen Hafenteile wurden vom Wasser aus vorgestellt und betrachtet. Eine andere Gruppe besuchte die Verkehrsleitzentrale der Asfinag, welche die Steuerung, Betrieb und Instandhaltung der Autobahnen rund um Wien zur Aufgabe hat. Auch hier nimmt zunehmend KI Aufgaben ein, z.B. bei der automatischen Erkennung von Störungen (z.B. ein Liegenbleiber im Tunnel). Anschließend ging es noch zum Kombiterminal Wien-Süd der ÖBB. Hier konnte man den Umschlag von Containern und Wechselbrücken zwischen Straße, Schiene und Lager beobachten. Der späte Nachmittag und Abend stand zur freien Verfügung der Erkundung von Wien.
Am Samstag ging es wieder auf individuellen Wegen zurück an die Ostsee.
Die Teilnehmer bedanken sich bei den einladenden Firmen und Gastgebern für die schönen Eindrücke.



