Stadiongeschichte in der Hosentasche

Der Mann steht in einem Labor und hält eine rund ein Meter breite Karte in der Hand. Sie sieht wie eine Dauerkarte aus, auf der in der Mitte "Danke" steht.
Prof. Wilichowski hat als Dankeschön vom FC-Hansa Rostock eine überdimensionale Dauerkarte erhalten.
Quelle: Hochschule Wismar/KB

Am Anfang war die Idee des Rostocker Bundesliga-Fußballclubs, ein Stück Vereinsgeschichte in Form einer Dauerkarte immer bei sich tragen zu können. Diese wurde nach Vermittlung durch die Hochschule Wismar an das Institut für Polymer- und Produktionstechnologien Wismar (IPT) – einem An-Institut unserer Hochschule – und Partnern aus der Wirtschaft zur greifbaren Realität.

Grundlage der Karten sind recycelte Sitzschalen aus dem Ostseestadion. Insgesamt wurden 341 nicht mehr nutzbare Sitzschalen und 324 Rückenlehnen aufbereitet und in einem mehrstufigen Verfahren zu neuem Material verarbeitet. Die daraus entstandenen Dauerkarten bestehen zu einem großen Anteil aus diesem Rezyklat, ergänzt durch weitere Zusätze (Zuschlagstoffe) zur Sicherstellung der Materialeigenschaften.

Das IPT Wismar übernahm im Projekt die Analyse und Aufbereitung der eingesetzten Kunststoffe. Ziel war es, die durch Nutzung und Witterung veränderten Materialeigenschaften so zu optimieren, dass eine industrielle Weiterverarbeitung möglich wird. Prof. Mathias Wilichowski, der an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften „Umweltverfahrenstechnik“ lehrt und eng mit dem An-Institut zusammenarbeitet, hatte den Kontakt vermittelt und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Partnern begleitet.

Das Projekt demonstriert, wie Kunststoffaltprodukte aus dem Bestand in neue Anwendungen überführt werden können und verdeutlicht die Rolle von Forschungseinrichtungen bei der Umsetzung von Kreislaufprozessen.

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