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»Das praxisnahe Studium und die gut ausgestatteten Labore weiß man rückblickend betrachtet sehr zu schätzen«

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Kristina: Es ist eine sehr anwendungsspezifische Arbeit, bei der die Tätigkeitsfelder sehr verschieden sind. Zu Beginn meines Studiums hat mich die technische Anwendung der Naturwissenschaften interessiert, die mich heute immer noch begeistert.

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Ich wollte mich nicht zu früh im Bachelor spezialisieren. Daher bin ich irgendwann auf die Verfahrenstechnik aufmerksam geworden. Die Module sind inhaltlich breit gefächert und bieten eine solide Basis für einen vielfältigen Einsatzbereich im späteren Berufsleben.

Was hat dir in Wismar gefallen?
Wismar ist keine Großstadt. Daher hat man einen persönlichen Kontakt zu den Professor*innen und Mitstudierenden. Man teilt mit ihnen viele schöne Aktivitäten und Erlebnisse, wie das Kutterpullen oder die Weihnachtsfeiern! Rückblickend betrachtet, weiß man das praxisnahe Studium und die gut ausgestatteten Labore sehr zu schätzen.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Lasst euch nicht verrückt machen. Am Anfang wirkt alles kompliziert und überfordernd. Das kriegt man hin und die Wahlpflichtmodule entscheiden nicht über euren beruflichen Werdegang. Macht einfach das, was euch interessiert.

Kristina Schmitz hat mit dem Bachelorstudium der Verfahrens- und Umwelttechnik im Jahr 2015 begonnen. Während einer Exkursion ist sie auf das Entsorgungsunternehmen Indaver Deutschland GmbH aufmerksam geworden. Dort hat sie anschließend ihre Master-Thesis geschrieben und 2020 verteidigt. Heute arbeitet Kristina in der Indaver-Verbrennungs­anlage in Hamburg für gefährliche (Industrie-)Abfallstoffe als Projektingenieurin.


»Die Themen der Verfahrenstechnik sind zukunftsorientiert und abwechslungsreich.«

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Nils: Ausschlaggebend war für mich mein Interesse an den Naturwissenschaften und wie dieses Themengebiet so viele davon miteinander kombiniert. Es ist aber auch so, dass der Bedarf an Ingenieur*innen recht groß ist."

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Die Frage ist der ersten schon recht ähnlich ;). Im Bezug zum Verfahrenstechnik-Studiengang ist es eine tolle Mischung aus Theorie und Praxis, außerdem sind die Themen zukunftsorientiert und abwechslungsreich.

Was hat dir in Wismar gefallen?
Die Mensa und der Studentenclub Block 17. Hier gibt es viele Veranstaltungen für die Studierenden, sodass man am Ende irgendwie alle über ein bis zwei Ecken kennt. Das ist schon was besonderes. Dazu kommt das familiäre Verhältnis miteinander, dass man keine Nummer im System ist und dass Wismar einfach schön gelegen ist an der Ostsee.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Nehmt alle Ersti-Veranstaltungen mit, knüpft Kontakte, gebt eure (Bafög-)Anträge rechtzeitig ab und geht zu den Vorlesungen, auch wenn die studentischen Freiheiten verlockend sind. Ach ja – und seid niemals der Gastgeber ;)”

Von der Hochschulbank ins Kino. Nils Runge hat bis 2023 Verfahrens- und Umwelttechnik im Bachelor- und Master an unserer Hochschule studiert. Heute arbeitet er als Energiemanager beim Unternehmen CineStar und ist für alle Energiethemen, das Energie-Managementsystem sowie dessen Verwaltung Ansprechpartner.


»Man kann somit seine theoretischen Gedanken in der echten Welt realisieren.«

Was hat dir in Wismar gefallen?
Ina: Außerhalb des Studiums: Die Ostsee und die Möglichkeiten, etwas in der Natur zu unternehmen. Während des Studiums: Die kleinen Studiengruppen und der familiäre Umgang untereinander. Nicht zu vergessen die Mensa!

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Ingenieurwesen ist für mich die technische Umsetzung von naturwissenschaftlichen Grundlagen. Man kann somit seine theoretischen Gedanken in der echten Welt realisieren.

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Die Vielfältigkeit. Durch das breite Spektrum an Wissen, welches im Studium vermittelt wird, kann man letztendlich in jedem Unternehmen arbeiten, das etwas produziert. Von Lebensmitteln über sauberes Wasser bis hin zu Recyclingprodukten.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Probiert alles aus! Ob es studentische Veranstaltungen vom asta und FSR oder Tutorien sind. Macht alles mit – auch bereichsübergreifend, da lernt man viele tolle Menschen kennen!

Ina ist seit Dezember 2023 bei der Lübzer Brauerei als Prozessingenieurin in der Flaschenabfüllanlage angestellt. Ihr Weg hat 2018 an der Hochschule Wismar begonnen, als sie sich für den Bachelorstudiengang Verfahrenstechnik – Energie-, Umwelt- und Biotechnologie entschieden hat.


»Man hat die Chance, Begeisterung für technische Dinge auszuleben und aktiv an vorderster Front mitzugestalten.«

Wo arbeitest du jetzt?
Frank: Aktuell arbeite ich in der Simulation von Antriebssteuergeräte-Software bei Volkswagen in Wolfsburg. Die Methode nennt sich Software-In-The-Loop (SIL) und dabei wird die virtualisierte Software mithilfe von Umgebungsmodellen im geschlossenen Regelkreis simuliert.

Warum sollte man IngenieurIn werden?
Man hat die Chance, Begeisterung für technische Dinge auszuleben und aktiv an vorderster Front mitzugestalten. 

Was begeistert dich am Maschinenbau?
Das Verstehen, wie ein Motor funktioniert und die Thermodynamik, die dahintersteht, um dann etwas gezielt zu optimieren oder zu beeinflussen. Zum Beispiel: Wie kann ich einen Kompromiss aus widersprüchlichen Anforderungen – wie Verbrauch und Emissionen – auflösen?

Wie war dein Werdegang an der Hochschule und wer war dein erster Arbeitgeber?
Ich habe 2003 angefangen, dual zu studieren. Also erstmal ein Jahr normale Lehre als Metallbauer, dann im Wechsel Studium/Lehre und nach der Gesellenprüfung gab's das Ingenieurspraktikum als Konstrukteur. Bereits während der Ausbildung habe ich mich für die Bachelorarbeit bei der IAV (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) entschieden. Dort habe ich nach einer Tätigkeit als studentische Hilfskraft und Masterarbeit auch den Einstieg ins Berufsleben gemacht.

Der Draht zur Praxis hat mir an der Hochschule gefallen – seien es die Labore oder die Gestaltung der Vorlesung – man versteht die praktische Anwendung bereits während der Lehrveranstaltungen und weiß, was man damit erreichen kann. Die Chance, es durch ein duales Studium mit der Gesellenausbildung zu kombinieren, eröffnet ein breiteres Spektrum. 

Was hat dir in Wismar gefallen? Woran erinnerst du dich gerne zurück?
Die übersichtliche Größe ist schön und dass man direkten Bezug zu den Arbeitsgruppen hat, in denen man sich später spezialisiert. Dann natürlich, die Nähe zur Ostsee und der Hansestadtcharakter in der Kleinstadt. Auch die Wohnungssituation und das Studentenleben sind sehr attraktiv – WGs in der Altstadt oder Dachgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Block17, Bars in der Altstadt oder die Veranstaltung der Hochschule mit Live-Musik im Sommer. 

Was möchtest du StudienanfängerInnen mitgeben?
Mutig sein, jede Challenge anzunehmen, die einen interessiert. Natürlich gehören ein gewisser Ehrgeiz und eine Hartnäckigkeit dazu und man darf keine Angst vor neuen Sachen haben, sondern muss eine gute Mischung aus Teamplay und Einzelkampf entwickeln. 

Im Berufsleben arbeiten wir an einem agilen Arbeitsmodell zusammen. Das heißt, wir müssen immer wieder nachjustieren, jeden Tag einen kleinen Fortschritt generieren. Man sollte daher nicht auf den großen, perfekten Wurf warten, sondern in vielen kleinen Schritten – auch mit temporären Fehlern – iterativ besser werden.

Frank Stegemann

»Mit dem Beruf kann man ein Stückchen die Welt verbessern und es gibt immer einen Bedarf an jungen Ingenieur*innen«

Was hat dir in Wismar gefallen?
Hendrick: In Wismar ist alles nah beieinander und man ist auch schnell draußen in der Natur oder an der Ostsee. Der Campus ist zentral und einige Außenstandorte sind ein Alleinstellungsmerkmal – das Labor auf der Insel Poel oder in der kommunalen Kläranlage.

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Ja, warum eigentlich nicht? Wenn man die Mischung aus Naturwissenschaften und Technik mag, ist man hier richtig. Außerdem kann man mit dem Beruf ein Stückchen die Welt verbessern und es gibt immer einen Bedarf an jungen Ingenieur*innen.

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Die Verfahrenstechnik ist eine gute Mischung von allem. Es ist so vielfältig wie der Name des Studiengangs es verspricht (Verfahrenstechnik – Energie,- Umwelt- und Biotechnologie). Am Studium gefiel mir die Mischung Theorie und Praxis, bestehend aus den Vorlesungen und Laboren, besonders gut.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Reicht rechtzeitig den Bafög-Antrag ein – am besten gleich mit der Zusage zum Studium. Dann überlegt euch wie und wo ihr wohnen wollt.
Alleine oder in einer WG? Friedenshof oder Altstadt? Und macht euch keinen Stress.

Hendrick Riechert hat den Bachelor- und Masterstudiengang Verfahrenstechnik an der Hochschule Wismar von 2015 bis 2023 absolviert. Heute ist er als Projektentwickler bei den Stadtwerken Lübeck im E-Mobilitäts­bereich tätig und unter anderem für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur verantwortlich.


»Es gibt so viele Bereiche, in denen man die Zukunft mitgestalten kann – vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit.«

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Claudia: Ich wollte etwas technisches und naturwissenschaftliches studieren. Maschinenbau hat mir nicht richtig zugesagt – vermutlich, weil es zuviel mit Maschinen zu tun hat ;) Da ich die Chemie und Biologie mochte, war die Verfahrenstechnik genau das richtige für mich.

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
In diesem Berufsfeld gibt es verschiedene, abwechslungsreiche Möglichkeiten, sich zu spezialisieren. Es gibt viele Bereiche in denen man die Zukunft mitgestalten kann – vor allem im Bereich der Nachhaltigkeit. Einem wird nicht langweilig.

Was hat dir in Wismar gefallen?
An der Hochschule gibt es engagierte Professor*innen, die sehr an den Studierenden interessiert und hilfsbereit sind. Wismar ist an sich keine riesige Stadt – eher klein und fein. In der Hochschule kam man mit vielen Menschen in Kontakt und der Zusammenhalt untereinander war groß.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Das Studium bietet Grundlagen – was ihr daraus macht, ist euch überlassen. Alles ist möglich. Seid deswegen offen, flexibel und guckt ab und zu mal über den Tellerrand. Ich empfehle, auch wenn es noch weit weg ist, die Abschlussarbeiten in einem Unternehmen zu schreiben und eure Englischkenntnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

Claudia Lippke steht neben dem Kraftwerk, welches das gesamte Werk des Unternehmens Dow u. a. mit Strom und Dampf versorgt. Hier begann ihr Weg 2013 nach dem Studium der Verfahrenstechnik in Wismar als Anlageningenieurin. Nach einem Abstecher in die Personalabteilung und die Chloranlage kehrte Claudia zuletzt zur Abteilung des Kraftwerkes als Anlagenleiterin zurück.


»Mit einem Ingenieurstudium ist man breit aufgestellt. Außerdem stehen einem viele Türen offen und man kann in verschiedensten Unternehmen arbeiten.«

Was begeistert dich am Maschinenbau? 
Birger: Mich begeistert die Vielseitigkeit vom Maschinenbau und die Kombination von Naturwissenschaft mit Technik. Im Grundstudium lernt man die unterschiedlichen Bereiche kennen und im Hauptstudium spezialisiert man sich in den Fächern, die einen besonders interessieren.

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Mit einem Ingenieurstudium ist man breit aufgestellt und erlangt Wissen in vielen Bereichen, u.a. Mechanik, Regelungstechnik, Programmierung und Informatik. Außerdem stehen einem viele Türen offen und man kann in verschiedensten Unternehmen arbeiten.

Wie war dein Werdegang an der Hochschule und wer war dein erster Arbeitgeber?
Im Anschluss an mein Masterstudium, damals ERTV (Energie- und Ressourceneffiziente Technologien und Verfahren), habe ich durch eine Forschungskooperation der Hochschule Wismar und der TU Clausthal-Zellerfeld meine Promotion zum Thema “Aufgabenorientierte Multi-Roboter- steuerungen auf Basis des SBC-Frameworks und DEVS” erfolgreich absolviert.
Mein erster Arbeitgeber war die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) Rostock. Ich habe als Entwicklungsingenieur einen Agrarroboter zur Automatisierung der Imkertätigkeit entwickelt, einen Prototyp gebaut und Feldversuche durchgeführt.

Wo arbeitest du jetzt?
Nach dem Ende des Forschungsprojekts bei der IAV habe ich im Technologiemanagement der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH angefangen, wo ich bis heute arbeite. 
Ich entwickle Digitalisierungs- und Technikstrategien und betreue Technologieeinführungen. Ein großes Projekt, an dem ich arbeite, ist eine KI-gestützte App zur effizienten Komponentenidentifikation. Dies ist für die Wartung der Züge notwendig, weil es sehr viele verschiedene Baureihen mit unterschiedlichsten Ersatzteilkomponenten gibt. In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich intensiv mit Programmierungen für Datenauswertungen, Dashboards und Datenbereinigungen. Die Grundlagen dafür habe ich mir im Studium und während meiner Promotion angeeignet.

Was hat dir in Wismar gefallen? Woran erinnerst du dich gerne zurück?
Wismar ist klein aber fein, weil man alles an einem Ort hat, was man braucht. An der Hochschule Wismar hat man viele Möglichkeiten, sich über das Studium hinaus weiterzuentwickeln. Ich war z.B. im Fachschaftsrat tätig und habe meinen Tauchschein gemacht. Der Charme einer kleinen Hochschule ist, dass man sich schnell ein Netzwerk aufbauen kann und viele Leute kennt. Durch die Forschungsgruppe „Computational Engineering and Automation“ konnte ich mein Wissen auch praktisch anwenden, war auf Fachtagungen und habe meine Promotion gemacht. Daraus sind Freundschaften entstanden, die ich bis heute pflege.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Mit einem Maschinenbau- bzw. einem Ingenieurstudium hat man viele Möglichkeiten und kann sich in dem Bereich spezialisieren, in dem die eigenen Stärken liegen.


»Der Klimawandel als eine der größten Herausforderungen der Menschheitsgeschichte liefert genug Aufgaben, für dessen Lösungen es optimistische und kreative Ingenieure braucht!«

Was hat dir in Wismar gefallen? Woran erinnerst du dich gerne zurück?
Steffen: Ich bin in Wismar auch aufgewachsen, für mich ist das Heimat. Wismar hat einfach Idealgröße, kein kleines Kaff aber auch keine riesige anonyme Metropole. Im Studium fand ich die Lernsessions im engeren Freundeskreis besonders schön, erst die Arbeit dann das Vergnügen! 

Warum sollte man IngenieurIn werden?
Der Klimawandel als eine der größten Herausforderungen der Menschheitsgeschichte liefert genug Aufgaben für dessen Lösungen es optimistische und kreative Ingenieure braucht!

Was begeistert dich am Maschinenbau?
Wir haben heutzutage so viel mechatronische und elektronische Systeme – auf dem Handy, überall. Aber das alles gäbe es ohne den altehrwürdigen Maschinenbau aus dem 19. Jahrhundert nicht. Und das fasziniert mich. Heute haben wir moderne Rechenmethoden, mit denen wir arbeiten können, was viele coole neue Sachen im Maschinenbau ermöglicht. 

Wie war dein Werdegang an der Hochschule und wer war dein erster Arbeitgeber?
2008 habe ich angefangen, in Wismar zu studieren und danach gleich den Master rangehangen. Mein erster Arbeitgeber war eine Leiharbeitsfirma – heute heißt sie IBB House of Engineering. Dort hatte ich die Möglichkeit, mich im Bereich CAD, speziell mit Creo, weiterzubilden. Die Firma hat mich dann – je nach Bedarf – an verschiedene Unternehmen vermittelt. Besonders spannend war, dass ich über diese Firma auch Auslandserfahrung in Südkorea sammeln konnte!

Wo arbeitest du jetzt?
Derzeit arbeite ich für die balticFuelCells GmbH in Schwerin. Dort konstruiere ich Wasserstoff-Brennstoffzellen und bin für die Qualität der einzelnen Komponenten verantwortlich. Wir sind eine kleine Firma, was bedeutet, dass die Arbeit immer abwechslungsreich ist. Das Aufgabenspektrum reicht von modernen Entwicklungsarbeiten im CAD und CAE bis zur maschinellen und manuellen Fertigung.

Was möchtest du StudienanfängerInnen mitgeben?
So cool der Maschinenbau auch ist, heutzutage ist es super wichtig, interdisziplinär zu denken! Man sollte andere Disziplinen nicht scheuen und versuchen, Auslandssemester zu absolvieren – sich sprachlich und kulturell weiterzubilden!

Steffen Podelleck

»Die Stadt ist schön, die Lage der Hochschule zentral und das Labor auf der Halbinsel Poel hat seinen Charme«

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Julian: Das ist vor allem das Prozessdenken. Man hat verschiedene Bausteine, die sinnvoll zu verknüpfen sind, bis am Ende die Anlage oder der Prozess funktioniert. Außerdem kann man sich in dem Bereich über viele Themen austauschen.

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Der Beruf ist für die geeignet, die gerne die Schnittstelle zwischen verschiedenen Personen und Aufgabenbereichen sind. Ingenieure sind keine reinen Physiker*innen oder Elektriker*innen – man verfügt über ein allgemeines technisches Verständnis und verknüpft die einzelnen Komponenten miteinander.

Was hat dir in Wismar gefallen?
Die Stadt ist schön, die Lage der Hochschule zentral und das Labor auf der Halbinsel Poel hat Charme. Wismar ist keine Metropole, dessen sollte man sich bewusst sein – dafür ist der Zusammenhalt der Studierenden umso größer und es ist an der Hochschule insgesamt sehr familiär. Da ist zum Beispiel die Mensa oder der Studentenclub Block 17, wo man alle trifft.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Das Studium ist ein eigener Lebensabschnitt, der Spaß macht und genossen werden sollte. Jedoch sollte man sich immer bewusst sein, dass der irgendwann zu Ende ist und die Frage kommt: Und was nun? Deswegen knüpft schon im Studium Kontakte, informiert euch, fragt nach oder geht zum Beispiel auf Messen.

Julian Vogt ist nach seinem Bachelorstudium an die Hochschule Wismar gekommen. Hier hat er im Jahr 2021 seinen Masterabschluss in der Verfahrens- und Energietechnik gemacht. Als Konstruktionsingenieur ist er gegenwärtig für die Planung der Substrat- und Heizungstechnik in Biogasanlagen beim Unternehmen bioconstruct in Niedersachsen zuständig.


»Ich bin eine kreative Problemlöserin geworden«

Was hat dir in Wismar gefallen?
Inga: Ich habe während des Studiums zwei Kinder bekommen und wurde durch die familiengerechte Hochschule in jeder Hinsicht unterstützt. Es ist sehr
familiär – Studierenden und Professor*innen kennen sich. Die Theorie wird durch verschiedene praktische Labore in der Hochschule gefestigt. Highlights waren die VUT-Weihnachtsfeiern. #selbstgemachter Apfelwein

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Das ist eine gute Frage. Ich mag es, dass ich meinen Kindern die Zusammenhänge in der Natur erklären kann, weil ich ein naturwissenschaftliches Grundverständnis erlernt habe. Außerdem bin ich eine kreative Problemlöserin geworden.

Was begeistert dich an der Verfahrenstechnik?
Ich habe Verfahrenstechnik als Weiterentwicklung nach meiner Ausbildung zur Chemielaborantin und dem Fachabi in Metalltechnik gewählt. Vor allem die Themen zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen begeistern mich.

Was möchtest du Studienanfänger*innen mitgeben?
Es gibt zwei Arten, Schwierigkeiten zu begegnen: entweder du änderst die Schwierigkeiten, oder du änderst dich (Phyllis Bottome).

Inga hat von 2009 bis 2016 an der Hochschule Wismar im Bachelor und Master Verfahrens- und Umwelttechnik studiert. Ihre Master-Thesis hat sie in Kooperation mit dem Unternehmen Cortronik GmbH (Medizintechnik) erarbeitet und war dort anschließend als Produktionsingenieurin tätig. Zuletzt umfasste ihr Verantwortungsbereich die Reinigungsprozesse während der Stent-Herstellung und sie war als Gefahrensstoffbeauftragte tätig.


»Es ist extrem vielseitig, man kann immer wieder neue Wege gehen. Eigentlich so ein Kleine-Jungen-Traumjob.«

Was begeistert dich am Maschinenbau?
Christoph: Man lernt sehr viel kennen und entscheidet sich dann, was einem Spaß macht. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne knobelt, sehr logisch denkt und da passt das echt gut!

Warum sollte man Ingenieur*in werden?
Es ist extrem vielseitig, man kann immer wieder neue Wege gehen. Bei mir war es so, dass ich am Anfang nicht wusste, was ich genau werden möchte und im Maschinenbau kann man sich dann immer spezialisieren und neue Pfade einschlagen.

Wie war dein Werdegang an der Hochschule und wer war dein erster Arbeitgeber?
Ich habe 2009 angefangen in Wismar zu studieren. Im vierten Semester wurde ich Hiwi und kam dann in die CEA-Forschungsgruppe von Professor Thorsten Pawletta. Dadurch habe ich mich dann auf den informatischen Teil des Maschinenbaus spezialisiert.
Mein erster Arbeitgeber war Bertrandt, ein Entwicklungsdienstleister. Dort war ich im Automotiv-Bereich eingesetzt als Softwareentwickler. 

Wo arbeitest du jetzt?
Jetzt bin ich bei BMW in München als Softwareingenieur tätig. Dort arbeite ich in der Entwicklung der Fahrdynamik. Wie sich das Auto fährt, wie es sich anfühlt. Eigentlich so ein Kleine-Jungen-Traumjob. 

Was hat dir in Wismar gefallen? Woran erinnerst du dich gerne zurück?
Also für privat ist die Ostsee natürlich ziemlich cool, gerade im Sommer. Und das es als Student ziemlich erschwinglich ist. In Wismar gibt es gerade für Studenten coole Events, z.B. das Campus Open Air. Studentisch ist das familiäre Flair und die persönliche Betreuung sehr angenehm. 

Was möchtest du StudienanfängerInnen mitgeben?
Am Anfang ist es wichtig die Grundlagen drauf zu haben, weil alles darauf aufbaut. Sucht was euch Spaß macht von den ganzen Fächern und steigert euch da rein!

Christoph Rasch


»Technik lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen.«

Was begeistert dich am Maschinenbau?
Robert: Maschinenbau ist für mich ein Bereich, in dem man Technik mit Realität verbindet. Es geht nicht nur um Berechnungen, sondern darum, Lösungen zu entwickeln, die funktionieren – und das im Team. Diese Mischung aus Struktur und Kreativität begeistert mich bis heute.

Warum sollte man IngenieurIn werden?
Weil man als IngenieurIn gestalten kann. Es braucht nicht den perfekten Lebenslauf – ich selbst hatte keine überragenden Noten. Aber mit Neugier, Einsatz und einem klaren Blick für das Machbare kann man viel bewegen. Technik lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Wie war dein Werdegang an der Hochschule und wer war dein erster Arbeitgeber?
Ich von 2003 bis 2007 in Wismar Maschinenbau mit der Vertiefung Konstruktion zu studiert. Im Nachhinein hätte ich mir gerne noch ein bisschen mehr Zeit gelassen. Vielleicht ein halbes Jahr reisen.

Mein Berufseinstieg begann bei der Werft (damals Wadan Yards), genauer bei Neptun Ship Design in Rostock. Dort habe ich als Konstrukteur im Schiffbau gearbeitet – mit Fokus auf Detaildesign und Klassifikationszeichnungen. Ein praxisnaher Start, der mir viel technisches Rüstzeug mitgegeben hat.

Wo arbeitest du jetzt?
Heute bin ich bei Siemens tätig, als Head of Territory Operation Hamburg & Mecklenburg-Vorpommern. Ich verantworte die vollständige operative Umsetzung aller Projekte in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein – inklusive Profit & Loss-Verantwortung. Dazu gehört die Führung eines interdisziplinären Teams, die Koordination mit internen und externen Partnern sowie die Sicherstellung von Qualität, Termintreue und Wirtschaftlichkeit.

Was hat dir in Wismar gefallen? Woran erinnerst du dich gerne zurück?
Der kleine, feine Campus, auf dem man schnell alles erreicht. Die Nähe zur Ostsee, die hervorragende Mensa und das familiäre Miteinander haben das Studium in Wismar besonders gemacht. Es war eine Umgebung, in der man sich gut entwickeln konnte – fachlich wie persönlich.

Außerdem die WG-Zeit, die Partys im Architektengebäude, das Bierchen im Block 17 – und ja, auch die spannenden Momente vor Wiederholungsprüfungen. Es war eine intensive, lehrreiche und auch sehr unterhaltsame Zeit.

Was möchten Sie StudienanfängerInnen mitgeben?
Bleibt offen, stellt Fragen und probiert euch aus. Noten sind nicht alles – entscheidend ist, dass man dranbleibt, sich weiterentwickelt und auch mal Umwege zulässt. Praktische Erfahrungen, Teamarbeit und Eigeninitiative bringen euch oft weiter als reine Theorie.

Robert Fölsch