Die beiden Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Mechanik/Konstruktion nahmen gemeinsam mit Partnern der kooperierenden Forschungsstelle Fraunhofer IGP an der internationalen Fachkonferenz teil. In ihren Beiträgen zeigten die Forschenden der Hochschule Wismar innovative Bemessungsvorschläge für den Ermüdungsfestigkeitsnachweis von Scher-/Lochleibungsverbindungen sowie von Bauteilen mit Löchern unter Normalkraft. Die entwickelten Ansätze beziehen erstmals die Materialfestigkeit und die Bauteilgeometrie systematisch in die Bemessung ein und nutzen damit bisher unberücksichtigte Potenziale im Ermüdungsfestigkeitsnachweis von Stahlkonstruktionen.
Langfristiges Ziel ist die Überführung der Forschungsergebnisse in zukünftige Normen und Regelwerke. Die neuen Bemessungsansätze ermöglichen eine wirtschaftlichere und materialeffizientere Auslegung entsprechender Bauteile und Konstruktionen. Neben den ökonomischen Vorteilen für Unternehmen ergeben sich dadurch auch ökologische Vorteile, da der Materialeinsatz reduziert und Ressourcen geschont werden können.
Die folgenden Forschungsergebnisse entstanden im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen FOSTA-Projekts Kerbfall synthetisch (P1665).
- Fatigue Verification of Bearing Type Connections in Steel Structures using a Modified Nominal Stress Approach
Florian Kalkowsky (Fraunhofer IGP), Ralf Glienke (Hochschule Wismar), Markus Schröder (Hochschule Wismar), Wilko Flügge (Fraunhofer IGP), Daniela Schwerdt (Hochschule Wismar), Mohammad Aljomaa (IML Duisburg-Essen), Natalie Stranghöner (IML Duisburg-Essen) - Fatigue Resistance of Structural Elements with Holes subjected to Normal Stress – Proposal for Revision of EN 1993-1-9 under Consideration of the Material Strength
Markus Schröder (Hochschule Wismar), Ralf Glienke (Hochschule Wismar), Florian Kalkowsky (Fraunhofer IGP), Daniela Schwerdt (Hochschule Wismar), Wilko Flügge (Fraunhofer IGP), Mohammad Aljomaa (IML Duisburg-Essen), Natalie Stranghöner (IML Duisburg-Essen)
Die Eurosteel zählt zu den bedeutendsten europäischen Konferenzen auf dem Gebiet des Stahlbaus und bringt Forschende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Stahl- und Verbundbau zu diskutieren. Im Mittelpunkt der diesjährigen Konferenz standen aktuelle Forschungsarbeiten, innovative Re-Use-Konzepte sowie neue Ansätze für die Planung, Bemessung und Ausführung moderner Stahl- und Stahlverbundtragwerke.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch sowie die Initiierung neuer Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene.


