Auf Promotionskurs in Warnemünde

Eine Frau mit Brille und weißer Bluse steht lächelnd an einem Geländer mit Blick auf grüne Baumkronen, Wohnhäuser und einen Hafen mit Kreuzfahrtschiff im Hintergrund
Beste Aussichten für Gianiti Clarestas Forschungsvorhaben: Blick vom Warenmünder Campus auf die Hafeneinfahrt.
Quelle: Hochschule Wismar/M. Baldauf
Frau mit Brille und gestreiftem Hemd sitzt lächelnd an einem Arbeitsplatz mit mehreren Bildschirmen, die Seekarten und Daten anzeigen
Einer von Gianiti Clarestas Forschungsgegenständen: der Verkehrsüberwachungsplatz mit Verkehrslagedisplay im Maritimen Simulationszentrum Warnemünde.
Quelle: Hochschule Wismar/KB

Sie wird am Bereich Seefahrt, Anlagentechnik und Logistik (SAL) zum menschlichen Faktor, zum Aufbau von Vertrauen in menschliche Leistungsfähigkeit und Automatisierungssysteme zur Überwachung gemischter Schiffsverkehre und bei der Fernsteuerung von Schiffen forschen. Dabei ist mit gemischten Schiffsverkehren ein Verkehrsraum mit konventionell gesteuerten Schiffen sowie ferngesteuerten und autonom navigierenden Schiffen gemeint.
An unserer Hochschule wird sie von Prof. Dr.-Ing. Michael Baldauf, der am Bereich SAL Navigation lehrt, und an der Technischen Universität Berlin von Prof. rer. nat. Gisela Müller-Plath, Professorin für Methodenlehre und Maritime Psychologie, betreut.

Gianiti Claresta, M.Sc., verfügt über Erfahrung in der maritimen Forschung mit den Schwerpunkten Schiffssicherheit, Vessel Traffic Services (VTS) und maritime Automatisierung. Zunächst absolvierte die in Jakarta geborene Indonesierin - Bachelorstudiengang Marine Engineering mit Doppelabschluss am Institut Teknologi Sepuluh Nopember in Surabaya. Aufgrund ihrer hervorragenden Studienleistungen konnte sie ihre Bachelorarbeit bereits auf dem Warnemünder Campus schreiben und verteidigen. Es folgte, ebenfalls an unserer Hochschule das Masterstudium Operation and Management of Maritime Systems. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte sie sich unter anderem mit VTS in der Sunda-Straße und der Ostsee, Navigations- und Alarmsystemen sowie den Auswirkungen autonomer Schifffahrt auf den VTS-Betrieb. Erste Studienergebnisse dazu stellte sie bereits auf der Konferenz der Internationalen Vereinigung der maritimen Ausbildungseinrichtungen (IAMU International Association of Maritime Universities) vor. Bereits in Indonesien hatte sie praktische Erfahrung im Hafen- und Werftbetrieb gesammelt.

Von unserer Hochschule war Gianiti Claresta als Studentin insgesamt sechs Monate mit Mitteln des Frauenförderpools 2.0 (Abschluss- und Forschungsstipendium) unterstützt worden.

Mit ihrer Expertise wird sich die Promotionsstudentin künftig auch im Forschungsprojekt LEAS-Pro einbringen.

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