Im Fokus dieser Exkursion standen sowohl historische als auch moderne Bauwerke Griechenlands. Ein Ziel war es, dass vor Ort der fachliche Austausch zwischen den Studierenden der verschiedenen Disziplinen erfolgen und ihre spätere interdisziplinäre Zusammenarbeit praktisch erprobt werden konnte. Deshalb wurde unter der Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Silke Flaßnöcker, Fakultät Gestaltung, sowie Prof. Dr.-Ing. Kersten Latz, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, diese Studienreise fakultätsübergreifend angeboten.
Entsprechend abwechslungsreich gestaltete sich das Programm: Neben antiken Kultstätten wie der Akropolis und den mykenischen Ausgrabungsstätten auf der Peloponnes stand auch die Rion-Antirion-Brücke bei Patras auf dem Reiseplan – Europas längste Schrägseilbrücke, die speziell für extreme Erdbebensicherheit konstruiert wurde.
Ein weiteres Highlight der Exkursion war das Nationale Archäologische Museum in Athen. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden durch Prof. Stavros Gyftopoulos von der Technischen Universität Athen exklusive Einblicke in die geplante, umfangreiche unterirdische Erweiterung des klassizistischen Gebäudes nach einem Entwurf von David Chipperfield, die in den kommenden Jahren realisiert wird.
Neben architektonischen und technischen Programmpunkten widmete sich die Gruppe auch der historischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes. So setzten sich die Studierenden auf der Peloponnes unter anderem mit der deutschen Besatzungszeit auseinander und zeigten sich beim Besuch der Gedenkstätte des Massakers von Kalavryta tief betroffen.
Es war eine rundum gelungene Reise, die den Horizont aller Beteiligten erweiterte und den Dialog zwischen den Fakultäten befruchtete.
An der Fakultät Gestaltung findet zu Semesterbeginn eine Projektwoche mit mehreren Exkursionen zeitgleich statt, über die die Fakultät gebündelt berichtet.

