Die Hochschule Wismar ermöglichte ihren Studierenden, am 21. Baltische Verkehrsforum "Schienenverkehr 2026 - Resilienz von Güter- und Personenverkehr im Kontext von Generalsanierungen" im Hotel Neptun teilzunehmen. Das Forum war ein voller Erfolg. Ausgerichtet von der Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVWG) Mecklenburg-Vorpommern e.V., mit Unterstützung der European Platform of Transport Sciences, EPTS Foundation sowie dem Land MV im Hotel Neptun in Warnemünde und inhaltlich im Wesentlichen von Prof. Sönke Reise geplant, konnten mehr als 80 Teilnehmende sich im Bernsteinsaal über die dynamische aktuelle Entwicklung des Schienenverkehrs bei 12 vielfältigen fachlichen Beiträgen thematisch aufgleisen.
Kleine, große und sehr große Baustellen, langfristig geplante und kurzfristig spontane: alle haben gemeinsam, dass sie den Betriebsablauf empfindlich stören und für Mindereinnahmen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen und Frust bei den Fahrgästen sorgen. Angesichts des Zustands der Schiene, der im Nordosten immerhin noch etwas besser als im Bundesdurchschnitt ist, sind Instandhaltungen und damit verbunden Sperrungen unumgänglich. Diese führen in der Konsequenz zu einem Ersatzfahrplan mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr, der die Volumina mancher europäischer Nation erreicht, wie am Beispiel der Sperrung der Strecke Hamburg-Berlin und deren Auswirkungen auf Mecklenburg-Vorpommern gezeigt wurde.
Aber sie können möglicherweise besser geplant, besser kommuniziert und besser durchgeführt werden. Diverse Ansätze dafür wurden aufgezeigt. Doch dazu sind Anstrengungen auf allen Seiten nötig. Es braucht auch fachlich kompetenten Nachwuchs, denn viele Projekte (zugleich) brauchen viele Köpfe, die das notwendige Wissen haben und die Komplexität verstehen. Deutlich wurde auch, dass für manche Marktteilnehmer existenzielle Sorgen bestehen.
Die Diskussion um einen gerechten und fairen Umgang mit den Aufgaben und Konsequenzen bei der Sanierung und Instandhaltung der Schieneninfrastruktur muss mit allen Beteiligten und Betroffenen weitergeführt werden.
Wir alle brauchen die Schiene für den Güter- und Personenverkehr. Auch die Hafenwirtschaft und der Seeverkehr!
