Additive Fertigung mit Industriepotenzial

Ein Mann in schwarzem Hemd steht vor einem Multimaterialdrucker, einem großem Gerät, einem Schrank ähnlich, mit beleuchtetem Innenraum und großem Bildschirm rechts.
Tobias Fischer, Master-Student Maschinenbau erläutert anhand eines Probebauteils die Funktionsweise des ExAM 510.
Quelle: Hochschule Wismar/KB
Zwei Männer stehen vor einem großen einem Schrank ähnlichen Gerät in einer Halle mit hohen Regalen und Glasdach.
Das ExAM 510 ist eines von mehreren großen Industriegeräten in der riesigen Halle des produktionstechnischen Labors des Bereiches MVU.

Der durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte neue Drucker im Haus 12 arbeitet mit einem Pellet-MEX-Verfahren. Dieses ermöglicht die Verarbeitung sowohl klassischer als auch glasfaserverstärkter Kunststoffe aus dem industriellen Bereich. Damit können Prototypen und Demonstratorbauteile hergestellt werden, deren werkstoffspezifische Eigenschaften denen späterer Serienteile sehr nahekommen. Dank seiner Ausstattung kann der ExAM 510 zeitgleich mehrere Materialien in einem Bauteil verarbeiten. Dazu gehört zum Beispiel die Kombination verschiedener Kunststoffe, Metalle oder Keramiken.

Das eröffnet neue Möglichkeiten für die praxisnahe Entwicklung und Erprobung von Bauteilen bereits in frühen Entwicklungsphasen. Besonders interessant ist dabei die Verwendung industriell eingesetzter Materialien. Denn bestehende Zertifizierungen und technische Zulassungen können unter geeigneten Bedingungen weiterhin genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich mechanisch die Eigenschaften wie Dichte, elektrische Isolation, Flammschutz und/oder Schalldämpfung realitätsnah abbilden.

Der ExAM 510 bietet damit vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Forschung, Prototypenentwicklung und die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Auch die Herstellung von Demonstratoren für Feldversuche wird erleichtert.

Ein Beispiel für die Nutzung des neuen Systems ist das Forschungsprojekt „KI-gestützte Prozessoptimierung in der additiven Fertigung“ unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Tassilo-Maria Schimmelpfennig.

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