Medusa

Media Narratives on Gender-Based Violence


Projekttitel/Akronym MEDUSA
Forschungsschwerpunkt Media Narratives on Gender-Based Violence
Projektleitung Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Ahrens
Struktureinheit Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Fördermittelgeber Erasmus+ Nationale Agentur INAPP (Nationales Institut für Analyse der öffentlichen Politik), Italien
Förderkennzeichen Erasmus+ Cooperation partnerships in vocational education and training
Projektbudget 250.000 EUR
Laufzeit 11/2025–10/2028
Projekt- und Partnerwebsites MEDUSA Projekt
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Inhalt

MEDUSA hat sich zum Ziel gesetzt, ein europäisches digitales Ökosystem und ein Ausbildungsprogramm für Journalisten und Kommunikationsfachleute zu schaffen, das sich mit den Auswirkungen von Sprache und Storytelling auf die gesellschaftliche Wahrnehmung geschlechtsspezifischer Gewalt befasst.
2024 wurde das Step-Observatorium gegen Gewalt gegen Frauen in der Sprache gegründet, das sich auf den Sprachgebrauch in Medien und Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen konzentriert. Dies ist die Fortsetzung zweier Initiativen: des Manifests von Venedig für Respekt und Geschlechtergleichstellung in der Information und des Projekts „Step – Stereotyp und Vorurteil. Für einen Kulturwandel in der Geschlechterdarstellung in Justiz, Strafverfolgung und Medienberichterstattung“, das journalistische Ausbildung mit akademischer Sprachforschung verband. „Das Bild, das der Öffentlichkeit von weiblichen Gewaltopfern vermittelt wird, erschien uns verzerrt“, fasst Prof. Saccà zusammen. Die Verantwortung der Täter wird in den Hintergrund gedrängt, während (Fehl-)Informationen sich morbid auf das Verhalten des Opfers konzentrieren, ihren Schmerz sensationalisieren und ihre Aussage delegitimieren. Selbst Frauen werden als Komplizinnen bezeichnet, wenn sie getötet werden. Durch implizite und explizite Verzerrungen in Sprache und Erzählung werden Gewalttaten oft aus einer männlichen Perspektive dargestellt, wodurch sich die Empathie vom Opfer zum Täter verschiebt – ein Prozess, den K. Mann (2018) als „Himpathie“ bezeichnet. MEDUSA unterstützt diese nationalen Initiativen und hat sich zum Ziel gesetzt, sie international zu etablieren.

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