Schiffselektrotechnik, Bachelor

Akademischer Grad

Bachelor of Science (B.Sc.)

Fakultät

Ingenieurwissenschaften

Regelstudienzeit

8 Semester

Studienbeginn

jeweils zum Wintersemester

Unterrichtssprachen

Deutsch

Akkreditierung

Der Studiengang ist akkreditiert

Voraussetzungen für die Zulassung
  • Hochschul- bzw. Fachhochschulreife

 oder

  • Nachweis des Abschlusses einer anderen Vorbildung, die im Land Mecklenburg-Vorpommern als gleichwertig anerkannt wird

 oder

  • Bestehen einer Zugangsprüfung (für Bewerber ohne Hochschul- bzw. Fachhochschulreife) nach abgeschlossener Berufsausbildung mit anschließender mindestens dreijähriger beruflicher Tätigkeit oder nach einer mindestens fünfjährigen beruflichen Tätigkeit (Ausbildung und Tätigkeit müssen in einem Berufsfeld erfolgt sein, welches einen unmittelbaren Sachzusammenhang zum angestrebten Studiengang aufweist.)

 oder

  • Bestehen einer Prüfung als Abschluss einer Fortbildung zum Meister/Meisterin nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung in der jeweils gültigen Fassung

 sowie

  • Nachweis eines Vorpraktikums von mindestens sechs Monaten. Davon sind drei Monate an Bord eines Kauffahrteischiffes vor Aufnahme des Studiums und eine überbetriebliche Metall- und Elektroausbildung (je sieben Wochen), die auch während der Studienzeit bis zum Ende des vierten Semesters erbracht werden kann, in Form eines vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vorgegebenen Ausbildungsberichtsheftes nachzuweisen. Eine vom BSH anerkannte Berufsausbildung reduziert das Vorpraktikum auf acht Wochen an Bord eines Kauffahrteischiffes.

Elektrotechnische Schiffsoffiziere übernehmen eine herausragende Rolle beim Betrieb von Schiffen sowie in der maritimen Industrie. Das Berufsfeld des Elektrotechnische Schiffsoffiziers umfasst die Verantwortung für die kompletten elektrotechnischen Anlagen sowie deren Betrieb und Instandhaltung an Bord eines Schiffes oder im Bereich der Offshore-Windparks.

Die Studierenden des Studiengangs „Schiffselektrotechnik“ erwerben einen Abschluss nach internationalem Standard entsprechend STCW, der zu beruflichen Tätigkeiten als Elektrotechnischer Schiffsoffizier befähigt und die Voraussetzung für die Erteilung des Befähigungszeugnisses als Elektrotechnischer Schiffsoffizier durch das BSH schafft.

Qualifikationsziel ist es Bachelorabsolventinnen und -absolventen hervorzubringen, die

  • über ein breit angelegtes wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwissen und für den Übergang in die Berufspraxis notwendige Fachkenntnisse verfügen,

  • die Fähigkeiten zum analytischen, vernetzten Denken und methodischen eigenverantwortlichen Handeln besitzen,

  • in der Lage sind, mit Fachkollegen und anderen im Schiffsbetrieb Tätigen zu kooperieren, im kritischen Diskurs nach Lösungen zu suchen, im Team zu arbeiten und ihre Arbeit nach außen überzeugend zu vertreten und

  • in der Lage sind, gesellschaftlich verantwortlich und umweltbewusst zu handeln.

Die Studieninhalte entsprechen dem jeweiligen Stand der Technik und der Wissenschaft. Sie basieren auf dem Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre.

In dem Studiengang „Schiffselektrotechnik“ an der Hochschule Wismar werden technisch-wissenschaftliche Grundlagen der Elektrotechnik und Schiffselektrotechnik vermittelt, die zu der Basisqualifikation für eine weitergehende wissenschaftliche Ausbildung in einem Master-Studiengang führen können.

Berufsbild

Berufsbild

Die Absolventen des Studienganges Schiffselektrotechnik haben sehr gute Einsatzchancen als Elektrotechnische Offiziere an Bord von Fracht- und Passagierschiffen. Es sind auch gute Einsatzmöglichkeiten im Reedereibetrieb und in Schifffahrtsaufsichtsbehörden gegeben.

Die Verantwortung für die kompletten elektrotechnischen Anlagen sowie deren Betrieb und Instandhaltung an Bord umfaßt:

  • Wartung, Instandhaltung und Fehlersuche an elektrischen Maschinen und Leistungselektronik, den Energieerzeugungsanlagen und elektrischen Antriebssystemen bis hin zum Fahrmotor mit Leistungen über 10 MW,
  • Unterhaltung dieser Systeme auf einem Schiff oder Offshore-Plattformen,
  • Bedienung, Konfiguration der Mess- Steuer- und Regelungstechnik mit deren Hilfe die Systeme automatisch betrieben und überwacht werden können, Auslesen von Zustandsinformationen und Fehlerlogs zur Analyse
  • Wartung, Instandhaltung und Fehlersuche in der Nachrichten-, Schiffsführungs- sowie Computertechnik, um ein sicheres Führen und Navigieren der Schiffe auf den Verkehrswegen der Meere zu ermöglichen.
  • Weiterhin kann man als Ingenieur für die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Windparks sowie im gesamten Bereich der maritimen Industrie arbeiten und damit einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung leisten.

Für die Systeme sind Sie technisch verantwortlich und können mit Ihrer Tätigkeit einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass die Schiffe und Offshore-Anlagen wirtschaftlich effizient und umweltgerecht betrieben werden.
Mit diesem elektrotechnisch breiten Kenntnis- und Erfahrungsschatz haben ebenfalls Sie gute Voraussetzungen, um später an Land in den Bereichen der maritimen oder elektrotechnischen Industrie Fuß zu fassen, wenn dann doch einmal der Seesack in die Ecke gestellt wird.

Wir haben zur allgemeinen Information eine Liste der Firmen zusammengestellt, die in der Vergangenheit bereits nach Absolventen des Studiengangs Schiffselektrotechnik angefragt haben:

MV-Werften
Bütow-Industrieelektronik
AIDA Cruises
HAPAG Lloyd
Hamburg Süd
Reederei Döhle
Briese Schifffahrt GmbH
Scandlines
Stena Line
HAPAG Lloyd Kreuzfahrten
Reederei Laeisz
Betreiber von Offshore-Parks

Studieninhalte

Studieninhalte

Die Fachausbildung wird durch das Studium der Grundlagen vorbereitet und biete eine breite Basisausbildung sowie erste fachspezifische Inhalte.

Schwerpunkte der Grundlagenmodule (Auswahl):

  •  Mathematik / Informatik, Physik / Technische Mechanik
  •  Elektrotechnik / Elektronik, Automatisierungstechnik
  • Werkstoffe / Technologie, Betriebswirtschaftslehre

Schwerpunkte der Fachmodule (Auswahl):

  •  Elektroenergietechnik / Messtechnik
  • Signale und Systeme / Informationsübertragung
  • Regelungstechnik / Steuerungs- und Leittechnik
  • Nachrichtentechnik / Kommunikationstechnik
  • Soziologie / Personalführung / Sicherheit / Gesundheitspflege
  • Verwaltung und Umwelt /Anlagenbetriebswirtschaft
  • Thermodynamik / Thermische Schiffsantriebe
  • Decksmaschinen / Schiffsmaschinenanlagen
  • Schiffsinstandhaltung / Betriebsführung / Maschinenlabor
  •  Elektrische Maschinen und Antriebe / Leistungselektronik
  •  Schiffselektroanlagen / Offshore-Technik / Mittelspannungsanlagen
  • Schiffsautomatisierung / Hoteltechnik

Im Studium Schiffselektrotechnik wird das für das Beherrschen der elektrotechnischen maritimen Systeme und Anlagen an Bord von Schiffen sowie in Offshore-Windparks vermittelt.

Qualifkationsziele

Qualifkationsziele

Elektrotechnische Schiffsoffiziere übernehmen eine herausragende Rolle beim Betrieb von Schiffen sowie in der maritimen Industrie. Das Berufsfeld des Elektrotechnische Schiffsoffiziers umfasst die Verantwortung für die kompletten elektrotechnischen Anlagen sowie deren Betrieb und Instandhaltung an Bord eines Schiffes oder im Bereich der Offshore-Windparks.

Die Studierenden des Studiengangs „Schiffselektrotechnik“ erwerben einen Abschluss nach internationalem Standard entsprechend STCW, der zu beruflichen Tätigkeiten als Elektrotechnischer Schiffsoffizier befähigt und die Voraussetzung für die Erteilung des Befähigungszeugnisses als Elektrotechnischer Schiffsoffizier durch das BSH schafft.

Qualifikationsziel ist es Bachelorabsolventinnen und -absolventen hervorzubringen, die

  • über ein breit angelegtes wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwissen und für den Übergang in die Berufspraxis notwendige Fachkenntnisse verfügen,

  • die Fähigkeiten zum analytischen, vernetzten Denken und methodischen eigenverantwortlichen Handeln besitzen,

  • in der Lage sind, mit Fachkollegen und anderen im Schiffsbetrieb Tätigen zu kooperieren, im kritischen Diskurs nach Lösungen zu suchen, im Team zu arbeiten und ihre Arbeit nach außen überzeugend zu vertreten und

  • in der Lage sind, gesellschaftlich verantwortlich und umweltbewusst zu handeln.

Die Studieninhalte entsprechen dem jeweiligen Stand der Technik und der Wissenschaft. Sie basieren auf dem Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre.

In dem Studiengang „Schiffselektrotechnik“ an der Hochschule Wismar werden technisch-wissenschaftliche Grundlagen der Elektrotechnik und Schiffselektrotechnik vermittelt, die zu der Basisqualifikation für eine weitergehende wissenschaftliche Ausbildung in einem Master-Studiengang führen können.

 

Im 8-semestrigen Studiengang „Schiffselektrotechnik“ werden die zukünftigen Elektrotechnische Schiffsoffiziere auf ingenieurwissenschaftlicher Grundlage anwendungsorientiert umfassend gebildet.

Diese Grundlagen werden ergänzt durch vertiefende Fächer der maritimen Elektrotechnik.

Den Bachelorabsolventinnen und -absolventen werden besondere Kenntnisse vermittelt:

  • der mathematischen. Elektrotechnischen, elektronischen und systemtheoretischen Grundlagen, als Basis für die unterschiedlichen Systeme und Anlagen im elektrotechnischen Schiffsbetrieb

  • der elektrischen Maschinen und der Leistungselektronik für Generatoren der Energieerzeugung bis hin zu elektrischen Fahrmotoren einer Leistung über 10 MW,

  • der Energieverteilungssysteme für die sichere Energieversorgung aller Anlagen eines Schiffes oder einer Offshore-Plattform,
  • der Mess- Steuer- und Regelungstechnik sowie der Prozessleittechnik, mit deren Hilfe die Systeme automatisch betrieben und überwacht werden und

  • der Nachrichten-, Schiffsführungs- sowie Computertechnik, um ein sicheres Führen und Navigieren der Schiffe auf den Verkehrswegen der Meere zu ermöglichen.

Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Vermittlung von Fähigkeiten für die zielgerichtete Analyse von Fehlfunktionen und deren Beseitigung in den Systemen.

 

Das Praktikumssemester soll die im Studium vermittelten theoretischen und praktischen Kenntnisse vertiefen und den Studierenden einen Einblick in die Tätigkeit als Elektrotechnischer Schiffsoffizier ermöglichen. Bachelorabsolventinnen und -absolventen bekommen durch das Modul "Maritimes Technisches Englisch" die sprachliche Kompetenz an Bord von Schiffen mit internationaler Besatzung zu agieren.

Beim Studiengang „Schiffselektrotechnik" der Hochschule Wismar wird Wert auf eine hohe Qualität der Lehre und die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen gelegt. Er integriert aktuelle Entwicklungen und pflegt interdisziplinäre Zusammenarbeit. Bachelorabsolventinnen und -absolventen sollen in der Lage sein, technisch, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige die elektrotechnischen Anlagen eines Schiffes oder von Offshore-Windparks zu betreiben und Instand zu halten.

 

Die Absolventen sollen eigenverantwortlich ingenieurwissenschaftliche Planungsmethoden auch unter Verwendung von IT-Tools qualifiziert anzuwenden lernen sowie wirtschaftlich kompetent zu handeln. Bei gemeinsam bearbeiteten Projekten soll die Entwicklung der Methodenkompetenz bei der Anwendung des Grundlagenwissens auf reale Schiffsbetriebsaufgaben gefördert werden sowie Teamfähigkeit und Führungseigenschaften, die ebenso zu den Herausforderungen für Schiffsoffiziere gehören, wie die Zusammenarbeit mit dem nautischen und maschinentechnischen Schiffsbereich. Durch die Teamarbeit wird die Sozialkompetenz für die spätere Berufspraxis gestärkt.

Projektpräsentationen fördern die Methodenkompetenz in Bezug auf die Darstellung und Vermittlung der eigenen Planungsarbeit. Angestrebt wird eine fachlich breite Ausbildung auf den Gebieten der Schiffselektrotechnik, so dass die Absolventen in allen Bereichen des elektrotechnischen Schiffsbetriebes tätig sein können.

Mögliche Einsatzgebiete von Bachelorabsolventinnen und -absolventen sind neben der Tätigkeit als Elektrotechnischer Schiffsoffizier an Bord von Schiffen auch der Bereich der Offshore-Windparks sowie im gesamten Bereich der maritimen und elektrotechnischen Industrie sowie entsprechender Forschungseinrichtungen.

 

Die Hochschule Wismar hat in der Rahmenprüfungsordnung verbindlich für alle Studiengänge geregelt, dass auf Antrag des Studierenden besondere Studienzeiten wie Auslands- und Sprachstudienaufenthalte sowie Zeiten der aktiven Mitarbeit in Hochschulgremien nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden (s. § 12 Abs. 5 S. 1 Rahmenprüfungsordnung). Durch die hierdurch eröffnete Möglichkeit, bis zu zwei Fachsemester auf Antrag nicht auf die Regelstudienzeit anzurechnen, wird das Engagement der Studierenden in den akademischen Selbstverwaltungsgremien der Hochschule gefördert und zugleich eine Vereinbarkeit von Studium und akademischer Selbstverwaltungstätigkeit ermöglicht.